Fotopost

Hooksiel.

Von Kindern geliebt, von Eltern gefürchtet: Die Sommerferien. Um den Nachwuchs die gefühlten drei Monate im Sommer ohne Schule irgendwie zu unterhalten, bedarf es eines guten Zeitmanagements und noch besserer Nerven. Aber darum soll es hier eigentlich gar nicht gehen.

Sondern vielmehr um unseren einwöchigen Aufenthalt an der Nordseeküste. Und das kam so: Geplant war ein kurzer Besuch bei meinem Vater in der Nähe von Bielefeld und zwei Nächte bei Freunden, die einen Bauernhof besitzen. Dort gab es nicht nur Schweine, Katzen, Hunde, Kaninchen, Hühner, sondern auch einen Baby-Feldhasen, dessen gesamte Familie leider bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben kam. 🙁

Kurz gesagt: Ein Paradies für Kinder. Und Erwachsene. Eigentlich schade, dass wir nur zwei Übernachtungen eingeplant hatten. Aber, was folgte, war auch nicht so schlecht. Das tolle an Ostwestfalen ist ja (auch), dass man ziemlich zügig an der Nordseeküste ist: Kurz nach Osnabrück rüber und dann nur noch eine starke Stunde bis man seine Füße in den Sand stecken kann. Und genau das haben wir gemacht.

Meine findige Frau hatte über irgendeines der unzähligen Ferienhaus-Portale eine unschlagbar günstige Unterkunft in Hooksiel geschossen. Und da wir genau dort 2009 schon mal waren, wussten wir, dass der Strand zwar etwas weiter weg, aber dafür umso schöner ist. Und so reisten wir am Samstag Nachmittag an – inklusive Fahrerwechsel um 15:30, damit ich das VfB-Spiel gegen Mainz auf Sky go verfolgen konnte, was erstaunlich gut klappte. In der Halbzeitpause holten wir den Schlüssel und die erfolgreiche zweite Hälfte des Spiels guckte ich auf dem Sofa des Ferienhauses. In Augenschein nehmen konnte ich es dann erst nach Abpfiff: Nicht das neueste, nicht das hübscheste, aber durchaus charmant: Es passte also perfekt zu uns.

Die folgende sieben Tagen waren wunderbar entspannend. Statt uns übermäßig viel Programm aufzuladen, schliefen wir aus, frühstückten um 11 Uhr und gingen dann meist an den Strand. Denn entgegen der Prognosen war das Wetter fast immer gut. Und bei 18°C Wassertemperatur spricht man bei der Nordsee ja von idealen Badebedingungen.

Fazit:
Eine tolle Woche und viele Fotos. Und wie immer habe ich überlegt, welche davon ich zeige. Hier, auf Facebook, auf Twitter, auf Instagram. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass mich diese ganze „Kinderbilder-im-Internet“-Diskussion nervt. Ich bin stolz auf meine Kinder, auf meine Frau und natürlich auf meinen Vater, der uns an meinem Geburtstag besuchte. Warum sollte ich dann keine Bilder von ihnen öffentlich zeigen? Ich glaube kaum, dass es ihnen in Zukunft peinlich sein wird, wenn sie mit einem der folgenden Bilder konfrontiert werden. Und wer das Bild unseres Sohns sehen will, wie er mit nacktem Hintern zwischen den Strandkörben umherläuft, muss uns wohl besuchen kommen: Es wird an unserer Wohnzimmerwand hängen.

(Und, ja: Ich kann durchaus nachvollziehen, dass andere Eltern das ganz anders sehen.)

  1. Tolle Bilder, schöner Bericht. Ja ja die Sommerferien, bald sind Sie vorbei.

  2. Schöne Bilder!

    Grüße vom Timmendorfer Strand

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