Highlights

Schnee, Sonne, Schneesturm, Sonne, Schneesturm, Sonne.

Als ich meine Fotos des Jahres 2015 für den traditionellen „Dia-Abend“ an Silvester durchging, stellte ich fest, dass ich im vergangenen Jahr erst im März meinen ersten Lauf über 30 Kilometer absolvierte. Für das, was ich mir für 2016 vorgenommen habe, dürfte das etwas spät sein. Deshalb habe ich das mit dem 30er auch schon am 9. Januar erledigt. Am vergangenen Sonntag wollte ich gleich den nächsten nachlegen.

Da es in der Nacht geschneit hatte, beschloss ich beim loslaufen, ein paar Höhenmeter mitzunehmen. Als ich gegen acht Uhr startete, schneite es ganz leicht. Ich lief also hoch in den Wald, wo mich das Winterwonderland erwartete, dass über diesem Text zu sehen ist. Inklusive Sonnenschein, der mittlerweile durch die Bäume brach. Herrlich. Vor dem Abstieg ins Neckartal sah es dann so aus:

DSCN8536
Was das Bild leider nur ansatzweise zeigt, sind die dunklen Wolken am linken Bildrand. Eindeutig Schneewolken. Aber gegen ein paar Kilometer durch romantisches Schneegestöber ist ja auch gar nichts einzuwenden. Also nur her damit. Ich bestellte und Petrus lieferte. Erst den Schnee, dann den Sturm. Als ich unten angelangt war und auf einem besonders malerischen Abschnitt der Strecke die B10 und den Neckar überquerte, sah ich so aus. Wie man unschwer erkennen kann, kam der Wind von links. Hinter mir ist übrigens der Neckar (nicht) zu sehen.

DSCN8540
Aber schon nach ein paar Minuten war der Spuk beendet. Die Wolkendecke riss auf, blauer Himmel blitzte hindurch und mein Weg führte mich durch herrlich weiße Weinberge Richtung Grabkapelle.

DSCN8544

Doch schon wenig später zog der nächste, wenn auch nicht ganz so heftige Schneesturm über mich hinweg. Und mitten im dichtesten Schneegestöber kam ein Mann mit Hund auf mich zu. Der Hund, irgendeine Hirtenhundrasse, war einer von denen, auf denen man auch gerne in die Schlacht reiten würde. Und da er keine Leine hatte, kam er fröhlich galoppierend auf mich zu. Da ich einen Großteil meiner Kindheit mit Neufundländern verbracht habe, habe ich zum keine Angst vor großen Hunden und zum anderen bilde ich mir ein, einschätzen zu können, ob sie wirklich nur spielen wollen oder etwas anderes im Sinn haben. Das Kalb fiel eindeutig in die erste Kategorie. Der Beweis lag kurze Zeit vor meinen Füßen auf der Seite im Schnee und bettelte darum, gestreichelt zu werden. Nach einem kurzen Plausch mit dem Halter ging es weiter zur Grabkapelle auf den Württemberg. Als ich dort ankam, schneite es immer noch fleißig.

DSCN8548

Doch wie schnell sich das Wetter am Sonntag änderte, war rekordverdächtig. Als ich ankam, machte ich das folgende Bild von Stuttgart. Und glaubt mir: Es ist wirklich Stuttgart.

DSCN8546

Als ich mich vier Minuten später wieder auf den Weg machte, sah die Aussicht von der selben Postion so aus:

DSCN8552
Weniger die Wetterkapriolen oder die 700 Höhenmeter als vielmehr die inflationären Fotostopps sorgten leider dafür, dass es am Ende keine 30, sondern nur 25 Kilometer wurden. Aber die werde ich so schnell nicht vergessen.

Und da ich den Text eigentlich nur geschrieben habe, um meine Fotos zu zeigen, kommt hier noch der Rest der Bilder.

 

  1. Jetzt einen 30er Laufen kann durchaus sehr extrem sein, ich erinnere mich an 2015 an einem Tag an dem es so kalt und stürmisch war, dass nicht nur das Buff festgefroren war und ich fast aufgegeben habe, weil ich (ich hatte im Laufrucksacke einen Mini-Thermoskanne Tee und hab dazu eines meiner 2 Paar Handschuhe ausgezogen) Angst hatte mir würden die Finger abfrieren.
    Auf einer Ebene bin ich auch einen guten KM Rückwärts gelaufen, weil es so kalt war, dass ich kaum atmen konnte. Aber daran denkt man lange zurück.

    Übrigens wieder tolle Bilder … so ein Selfie aus dem Eis hat man ja sonst auch nicht alle Tage 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.