Fotopost

Tales from Trentino.

Als Baden-Württemberger sind wir in der glücklichen Lage, unseren Jahresurlaub in den Pfingstferien planen zu können. Mai und Juni sind sowieso der neue Sommer und außerdem ist es viel schöner, wenn nicht so viele Deutsche rumlaufen. Oh, wait!

Jedenfalls haben wir Ende Mai 14 wunderbare Tage im Trentin verbracht. Unser Urlaubsort Levico Terme lag ca. 50 Kilometer südlich von Bozen am gleichnamigen Lago – übrigens einem der wärmsten Norditaliens. Und was soll ich sagen: Es war traumhaft! Unten warmes Wasser, oben hohe Berge und an 12 von 14 Tagen: Sonne, Sonne, Sonne. Einquartiert hatten wir uns übrigens in einem Mobile home auf einem Campingplatz. Mittlerweile sind wir schließlich in einem Alter, in dem man eine eigene Toilette vorzieht. Denn die schlimmsten Momente beim Camping sind schließlich die, wenn man nachts wach wird und sich fragt, ob man wirklich so dringend muss, um die 5 Minuten Fußmarsch in Kauf zu nehmen. Und sein wir ehrlich: Meist endet es in einem Kompromiss – direkt neben dem Zelt.


Schneller Themenwechsel: Mir wurde erst während unseres Urlaubs bewusst, auf welch historischem Boden wir uns befanden. Natürlich wusste ich von der bewegten Historie Südtirols. Nicht aber von der Frontlinie, die direkt durch das Valsugana-Tal verlief und den Details des Alpenkriegs mit all seinen schrecklichen Ereignissen. Davon zeugen auch immer noch zahlreiche Festungen und Werke, wie die Bauwerke auch genannt wurden. Bei einem unserer Läufe kamen wir nach dem Aufstieg zu einem Geschütz, das jetzt als Denkmal dient. Der Forstarbeiter, der dort zufällig arbeitete, gab uns eine kompakte Geschichtsstunde. Er zeigte auf das Geschütz, dann aufs Tal und erklärte: „Austria. Italia. Bummbumm.“

In 14 Tagen sind selbstverständlich einige Fotos zusammen gekommen. Und natürlich bin ich noch lange nicht mit allen fertig. Dennoch möchte ich schon mal einige hier zeigen, bevor die Erinnerungen noch weiter verblassen. Aber es wird sicher eine Fortsetzung der Trentino Tales geben. Weder fotografisch noch touristisch sind wir damit durch. Dazu ist es viel zu schön.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.