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Zugspitz Ultratrail 2015: Die beste Schmutzkampagne des Jahres

Blauer Himmel, herrliches Panorama, ein mitreißender Bericht. Das waren meine ersten Eindrücke vom „Zugspitz Ultratrail“. Bert war dort im vergangenen 60 Kilometer gelaufen und hatte begeistert darüber berichtet. Mit Ultras hatte ich damals eigentlich nicht viel zu tun, mit Trails auch nicht. Aber die Zugspitze, die mag ich. 2013 war ich mal dort und sogar oben. Bestes Wetter, freie Sicht für hunderte von Kilometern. Dort laufen? Ein Traum!

Zugspitzmassiv 2008
Zugspitzmassiv 2013

Und so war für mich klar, dass ich 2015 Teil des Zugspitz Ultratrails sein werde. Keine 60, aber immerhin die 35 Kilometer lange Strecke. Und ein Blick bei Twitter und Facebook zeigte, dass ich nicht der einzige sein würse, der sich von der Straße ins Gelände traut. Und so rief ich das Jahr 2015 zu meinem persönlichen Trailjahr aus, trainierte fleißig Höhenmeter, lief beim Hermannslauf mit, nahm am Skyrace in Lichtenstein teil und lernte beim Ultra Trail Lamer Winkel, was echte Trails sind. Kurz gesagt: Ich fühlte mich ganz gut vorbereitet für den Zugspitz Ultratrail oder ZUT, wie die Veranstaltung in Läuferkreisen genannt wird. Mein Laufkollege Jens war ebenfalls angemeldet, konnte aber leider wegen einer Bänderverletzung nicht starten. Umso erfreulicher, dass er trotzdem mitkam und ich somit einen persönlichen Betreuer hatte. Luxus, Baby!

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Den Wetterbericht verfolgte ich bereits seit 14 Tagen vor dem Rennen und je näher der 20. Juni rückte, desto konkreter wurde die Prognose. Konkreter und schlechter. Deswegen packte ich fast alles ein, was die Schublade(n) hergaben. Kurz-kurz, Lang-lang und eben alles dazwischen. Lieber haben als brauchen. Wir fuhren zunächst nach Grainau, um die Startunterlagen abzuholen, dann zum Startort Mittenwald, wo unsere Unterkunft lag und dann wieder zurück nach Grainau zur Pasta- und Twitterparty. Dass unsere Unterkunft in Mittenwald und nicht in Grainau lag, war nicht ideal, aber durch meinen Betreuer und Fahrer kein großes Problem. Allerdings kennen wir die 25 Kilometer zwischen beiden Orten jetzt ausreichend. Nächstes Jahr wird in Grainau übernachtet. Das Bett in Mittenwald war allerdings wie die Pension herzallerliebst – im wahrsten Sinn des Wortes.

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Ich hatte zwar noch nie ein Rennbriefing mitgemacht, aber die Informationen am Freitag Abend zeigten, dass der Lauf am Samstag speziell werden würde. Regen ist die eine Sache; Schneefall in höheren Lagen, Alternativrouten, Streckenkürzungen und verbindliche Kleiderregeln etwas anders. Das verstand auch ich als Trailnoob. Dennoch ging ich ohne Bauchschmerzen ins Bett. Im schlimmsten Fall warteten mehr als 5h Regen auf mich. Unangenehm, aber kein Grund für große Besorgnis. Dass nicht das Wetter, sondern vielmehr die Strecke ein Problem sein könnte, daran dachte ich nicht.

Läufer aus 50 Nationen waren am Start, darunter Neuseeland und Guatemala.
Läufer aus 50 Nationen waren am Start, darunter Neuseeland und Guatemala.

Da ich nur zehn Minuten zum Start hatte, kam ich in den Genuss, am Samstag bis 7:30 Uhr schlafen zu können. Ich erwachte zum kontinuierlichem Rauschen des Baches vor unserer Pension. Allerdings stellte ich dann fest, dass nicht nur der Wasser unten im Graben rauschte, sondern auch das von oben herab. Dauerregen wie aus dem Bilderbuch. Kleiderwahl also klar: Regenjacke schon am Start. Also angezogen, gefrühstückt, Pflichtausrüstung gefühlte 17 Mal kontrolliert und dann ab zum Mittenwalder Bahnhof. Bis wir dort angekommen waren, hatte ich bereits nasse Füße und klamme Finger. Als ich mich eine gute Viertelstunde vor dem Start zur Kontrolle der Pflichtausrüstung begab, hatte ich größte Mühe, mit  meinen eiskalten Finger das Handy und die Rettungsdecke rauszuholen. Ich wollte endlich starten, um wieder warm zu werden.

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Weil jemand fragte: Das unter der Nummer ist die Tischdecke und nicht mein Laufshirt
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Der Start in Mittenwald.

Das letzte Briefing vorm Start informierte uns über das Wetter (totales Desaster mit Hoffnung auf kleineres Desaster) und die Option für den finalen Aufstieg zur Alpspitze lange Kleidung vorzuschreiben. Als ich das hörte, sah ich vor meinem geistigen Auge, wie ich nur mit Unterhose bekleidet an der Talstation Längenfelder verzweifelt versuche, mich in meine Lauftights zu zwängen. Zum Glück waren derlei Gedanken mit dem Startschuss beendet und wir konnten endlich loslaufen. Nach der Runde durch Mittenwald ging es direkt an unserer Unterkunft vorbei und rein in den Wald. Auf dem ersten Bergaufstück auf gehwegbreiten Wanderrouten staute es sich ganz ordentlich. Doch mir machte das nichts aus, denn ich hatte mir vorgenommen, es langsam angehen zu lassen. Zugegeben, das nehme ich mir immer vor und halte mich nie dran. Diesmal klappte es. Der Grund: Verdammt großer Respekt vor dem, was da noch kommen sollte, insbesondere der Anstieg zur Alpspitze mit seinen rund 1.000 Höhenmetern.

Die ersten 13 Kilometer sahen ungefähr so aus.
Die ersten 13 Kilometer sahen ungefähr so aus.
Und dann kam der erste Downhill.
Und dann kam der erste Downhill.

So versuchte ich mein Tempo auf den breiten und etwas langweiligen Forststraßen zu finden und ging auch die Anstiege, die ich hätte laufen können. Kraft sparen hieß mein Mantra. Als ich nach gut 13 Kilometer keine Lust mehr auf Forststraßen hatte, ging es in den ersten Downhill. Und mal wieder stellte ich fest, dass ich bergab Nachholbedarf habe. Ich rede mir zwar gerne ein, dass ich einfach vorsichtiger bin als andere, aber die Wahrheit ist: ich bin einfach langsamer. Nachdem ich gefühlt das halbe Läuferfeld hatte passieren lassen, hatte ich endlich freie Bahn – und rutschte prompt in einer Kurve aus. In einer aufgeweichten Linkskehre rutsche mein Standbein weg, ich legte mich bahnschrankengleich in den matschigen Boden und durfte den Rest des Laufs mit einem großflächigen Rallyestreifen auf der linken Seite bestreiten. Der Schaden war zum Glück nur optischer Natur und es mangelte nicht an Wasser, um die matschigen Hände zu reinigen.

V8 auf der Partnachalm
V8 auf der Partnachalm.
Schmuddelkind on tour
Schmuddelkind on tour.

Apropos Wasser: Der Regen hatte nachgelassen, aber schon die ersten Kilometer rund um den Ferchensee hatten erahnen lassen, was die Niederschläge mit der Strecke gemacht hatten. Die Pfützen waren riesig, die Wanderwege teilweise nicht mehr laufbar. Ständig versuchten die Läufer, trockenen Fußes voran zu kommen – noch. Denn auf dem Weg Richtung Alpspitze lernten wir die wahre Definition von „Flowtrail“ kennen. In den schmalen Singletrails floss uns das Regenwasser entgegen. Zuerst versuchte ich noch auszuweichen, aber irgendwann war’s dann auch egal: Voll rein ins Vergnügen und jeder trug auf einmal braune Schuhe. Das änderte sich aber schnell, als wir die klaren Bäche queren mussten, was bei vielen nicht ohne Zwischenschritt im knöcheltiefen Wasser ging. Sehr erfrischend.

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Und dann kam der Endgegner, der Anstieg zur Talstation Längenfelder. Auf Youtube existiert ein Video, das ein Läufer im letzten Jahr aufgenommen hat. Mit der GoPro vor der Brust hat er alle 5 Sekunden ein Bild gemacht. So kann man in gut 20 Minuten den gesamten Basetrail XL sehen. Ich habe mir das Video unzählige Male angeschaut (und bin dabei fast jedes Mal eingeschlafen), konnte allerdings nie genau ausmachen, wann genau der Anstieg beginnt, wie er aussieht und warum er so schwierig ist. Jetzt weiß ich es: Ein sich endlos in Serpentinen windender Singletrail führt einen Hang hinauf, dessen Ende man nicht ausmachen kann – zumindest nicht am Samstag. Der Pfad war mal mehr, mal weniger matschig und insgesamt recht gut zu laufen. Wie bereits geschrieben, hatte ich versucht, meine Kräfte einzuteilen und fühlte mich wenn auch nicht gut, zumindest ganz okay. Außerdem kam mir das bummelige Tempo entgegen, dass die Handvoll Läufer vor mir vorgab. Das war natürlich nicht Laufen, aber ehrlicherweise war das nicht mal Wandern. Das war Spazieren. Ich liebte es. Die Rückenschmerzen, die sich beim druckvollen Speedhiken beim UTLW noch schnell eingestellt hatten, blieben aus und ich arbeitete mich gemächlich nach oben. Eine Läuferin, der die Bummelei auf den imaginären Sack ging, und uns alle überholte, riss mich dann aus der wohligen Lethargie und ich legte zumindest etwas an Tempo zu, überholte ein paar Läufer und hörte die Zuschauer am Ende Anstiegs. Sehen konnte ich sie allerdings erst, als mich der Trail oben 10 Minuten später ausspuckte. Ein Blick zurück zeigte, dass er nichts zeigte. Das Panorama, das einen an dieser Stelle normalerweise für die Mühen entschädigt hätte, musste ich mir leider vorstellen. Aber der Anblick der Läufer auf den verschiedenen Levels der Serpentinen war auch so ziemlich beeindruckend – vor allem wenn man ganz oben steht.

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Nach wenigen hundert Metern später war ich an der V9. Von hier sind es noch ca. 2 Kilometer und 400 Höhenmeter bis zur Bergstation der Alpspitze. Von der eventuell vorgesehen Kleidervorschrift war keine Rede und deshalb bereitete ich mich unter einem Fetzen blauen Himmels auf den letzten Anstieg des Tages vor. Flaschen auffüllen, Kuchen essen, Obst essen, etwas komisch Klebriges essen und den Gesprächen lauschen. „Noch 400 Höhenmeter, dann sind wir da“, „Den Rest schaffen wir auch noch“, „Jetzt noch Zähne zusammenbeißen“, „Jetzt geht es nur noch bergab.“ Moment! Der Typ hatte wohl das Höhenprofil nicht angeguckt! Von wegen nur noch bergab. Und es dauerte tatsächlich weitere drei Minuten, die ich bergab lief, bis ich merkte, dass ich mich bereits auf dem Weg nach Grainau befand. Keine Alpspitze, die Strecke wurde witterungsbedingt gekürzt. „Völliger Quatsch!“ dachte ich. Der Regen hatte aufgehört und wir hatten sogar die Sonne kurz gesehen. Nur wenige Momente später verdunkelte sich der Himmel und ein eiskalter Wind rauschte durch den Wald. In diesem Moment wusste ich, wo ich nicht sein wollte: 500 Meter weiter oben. Trotzdem muss man sagen, dass die Verkürzung an der Verpflegungsstation besser hätte kommuniziert werden müssen. So habe ich mich ein wenig geärgert, mich ziemlich lang auf einen Anstieg vorbereitet zu haben, den es gar nicht gab. Das Schild, das Daniel gesehen hat, blieb mir leider verborgen.

V10: Kaiserwetter!
V9: Kaiserwetter!

Dann also Downhill. 900 Meter auf knapp 5 Kilometern. Kinderspiel, solange man es nur auf dem Papier sieht. Zuerst ging es über die gewohnt matschigen Pfade, dann quer durch Bäche und einen Untergrund, denn ich als Geröllhalde in Wegform bezeichnen würde und zum guten Schluss über eine Art Matschrutschbahn. Es ist schwer zu beschreiben, aber sagen wir es so: Ich habe keine Ahnung, wie die Ultraläufer diesen Abschnitt mit 90 Kilometer in den Beinen und in der Dunkelheit schaffen, ohne sich die Beine zu brechen. Während des Downhills kam ich zu dem Schluss, dass wir statt nach 35,6 nach ca. 31 Kilometer im Ziel sein würden. Und so war es auch. Aus der Muddy Hell wurden normale Waldwege und aus den Waldwegen wurde Grainau. Ich erkannte den Parkplatz P1, auf dem wir am Freitag noch elend weit weg vom Musikpavillon hatten parken mussten. Zumindest nach Läufermaßstäben nicht weit: Zwei Kilometer. Auf denen sammelte ich noch zwei Läufer ein, bevor ich die Musik und den Sprecher hörte, der wirklich jede Läuferin und jeden Läufer mit Namen begrüßte. Mit wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel meiner Wenigkeit. Denn meine Startnummer war erstens von der Regenjacke halb verdeckt und zum anderen völlig verdreckt, da ich bei meinem Sturz draufgefallen war. Apropos Sturz: War ich nach 15 Kilometer noch einer der wenigen, die gezeichnet waren, so war ich im Ziel in bester Gesellschaft.

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Downhill nach Grainau. Nochmal Flowtrails.

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Fazit:
31 Kilometer mit ca. 1.500 Höhenmetern in 4:09,46.
144. Platz insgesamt und Platz 87 in meiner Altersklasse (von 194).

Meine Regenjacke von Craft, die ich mir extra für den ZUT gekauft hatte, hat wunderbar dichtgehalten. Außerdem habe ich sie bestimmt weitere 10 Mal in der Staraufstellung entdeckt. Nur der durch die Kapuze verstärkte Lärm durch die Regentropfen nervte, weshalb ich recht schnell auf die Kapuze verzichtete.

Die Sense Mantra 2 von Salomon hatten natürlich nicht immer den Grip, der nötig gewesen wäre. Aber man darf nicht vergessen, dass die ersten 13,5 Kilometer nur auf Wegen gelaufen werden, für die man eigentlich keine Trailschuhe bräuchte. Eine guter Kompromiss also. Begeistert bin ich davon, dass ich keinerlei Blasen, Druckstellen oder aufgescheuerte Bereiche habe, obwohl ich die Hälfte der Strecke mit klatschnassen Schuhen gelaufen bin.

Die Strecke war auf der zweiten Hälfte nicht zuletzt durch das viele Wasser eine echte Herausforderung und für mich mal wieder Neuland. Was beim UTLW die glatten Felsen und die völlig verwurzelten Wege waren, war hier der Matsch und der Downhill nach Grainau. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben. Der Einlauf im Musikpavillon ist klasse und nach der Zielverpflegung sind es nur wenige Meter bis zur „richtigen“ Verpflegung. Die Duschmöglichkeit im Grainauer Hallenbar ist gut organisiert und zu erreichen.

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Ach, überhaupt war alles so toll, dass ich mich frage, wie das erst bei gutem Wetter sein soll. Ich werde es im nächsten Jahr herausfinden – und ich werde nicht alleine sein.

Nach einer warmen Dusche und zwei Bier später war ich dann sogar live dabei, als der Sieger des Ultratrails ins Ziel kam. Der war durch mehrere Kürzungen auf 90 Kilometer geschrumpft, aber dennoch ist mit schleierhaft, wie man nach dieser Distanz in dieser Zeit so entspannt ins Ziel kommen kann wie der Sieger Michael Arend.


Und heute? Meine Oberschenkel geben mir zwar eindeutig zu verstehen, dass es sie gibt und dass sie gestern einiges geleistet haben. Aber verglichen mit einem Post-Marathon-Muskelkater oder auch dem nach dem Hermannslauf fallen die Beschwerden sehr moderat aus. Ich vermute, Trailrunning auf kurzen Distanzen mit Gehpassagen belastet die Muskeln nicht so gleichförmig wie 3,5 Stunden Gebolze auf der Straße im maximal möglichen Tempo. Ich bin bereit für weitere Schmutzkampagnen, aber morgen steht erst Mal die Run Happy Tour von Brooks in Stuttgart auf dem Programm. Ich glaube, ich nehme etwas Matsch in der Dose mit.

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  1. Sehr cooler Bericht. Schade, dass Du die Alpspitze nicht mitnehmen konntest, aber bei dem Wetter absolut nachvollziehbar. Bei den Bildern bekommt man richtig Lust auf den Lauf im nächsten Jahr! Für mich ist es auch absolut nicht nachvollziehbar, wie man den Lauf mit 90 km in knapp zehn Stunden beenden kann, aber das Video beweist ja, dass es geht 😀

    • Sebastian

      Vielen Dank. Ja, ein wenig wurmt es mich schon. Schließlich wollte ich eigentlich so viele Höhenmeter laufen wie nie zuvor, was jetzt nicht ganz geklappt hat. Trotzdem war ein einzigartiges Erlebnis.

  2. Ein toller Bericht! Ich bin ja eher der Flachstraßen- und Schönwetterläufer, gebe aber zu, dass Du mir dieses Event jetzt wirklich schmackhaft gemacht hast. Danke dafür! 🙂

    • Sebastian

      Ich komme ja auch von der Straße und bin mittlerweile acht Marathons gelaufen. Aber dieses ständige Gucken auf die Uhr und eine lange Vorbereitung, „nur“ um eine persönliche Bestzeit zu knacken, ist irgendwie nicht mehr meins. Da suche ich lieber die Herausforderung in längeren und schwierigeren Strecken, bei denen das Ankommen schon der größte Erfolg ist. Auf jeden Fall mal ausprobieren! 🙂

      • …ich bin ganz bei Dir, Sebastian! Ich „kämpfe“ in der Kategorie der übergewichtigen Schweinehundbesieger und mein Motto war und ist:

        Es ist nicht die Zeit, die zählt – es ist Deine Leidenschaft.

        Beim Rennsteiglauf habe ich vor ein paar Jahren schon einmal Blut geleckt. Und als ich heute Deinen Bericht gelesen habe, war der Geschmack sofort wieder da… 🙂

        • Sebastian

          Auch das ist mir gestern aufgefallen: Während normalerweise alle, die mich überholen, schlanker sind als ich, was das Samstag nicht der Fall. Da waren alle Kategorien am Start und der Anteil der Läufer mit schützender Fettschicht so wie ich war deutlich höher als bei Straßenrennen. Sehr sympathisch.

  3. Was für ein Spektakel bei diesen Bedingungen. Ich habe einiges auf Twitter mitbekommen und jeder der dort ins Ziel gekommen ist, verdient allerhöchsten Respekt. Glückwunsch.

    Ein sehr schöner Bericht, der zeigt, wie es laufen kann. Wirklich sehr beeindruckend.

    • Sebastian

      Vielen Dank. Ich hatte letztes Jahr einiges per Twitter mitbekommen und wollte dieses Jahr unbedingt lieber berichten als lesen. Dass es so viel zu erzählen gibt, hätte ich natürlich nicht gedacht. 🙂

  4. Pingback: Zugspitz Ultratrail - Basetrail XL | Endurange

  5. An dieser Stelle auch nochmals Glückwunsch zum Finish – dazu hast Du meiner Meinung nach auch eine tolle Zeit hingelegt. War eine Freude dich mal persönlich getroffen zu haben.

    Wie Du es allerdings geschafft hast, dabei auch noch Fotos zu machen, macht mich etwas sprachlos. Gerade den letzten Anstieg hoch hätte ich das niemals im Leben hinbekommen (nicht nur, weil ich wahrsch. beim rausfummeln des Telefons jemand mit einem Stock erstochen hätte).

    Ich bin gespannt was 2016 so bringt 😉

    • Sebastian

      Danke! Mich hat’s auch gefreut. Erstmal, Euch kennenzulernen und dann natürlich so gut durchzukommen. Hätte evtl. sogar mit Alpspitze unter 5h geklappt. Fotos habe ich meist nur in Aufwärtspassagen gemacht, weil ich bergab ohnehin schon Hindernis genug war. 😉 Die Kamera hatte ich irgendwann in Brusttasche zur fast leeren Softflask gequetscht. Von dort hatte ich sie schnell zur Hand und Stöcke, die beim Fotografieren stören, besitze ich ja (noch) nicht.

  6. Wow! Tolle Bilder! Toller Bericht! Glückwunsch zum Finish!

  7. Toller Bericht! Hut ab vor Deiner Leistung. Das hört sich für mich als Laien aber mehr nach Speedwandern als nach einem Berglauf an. Macht das wirklich Spaß, so eine Dreckschlacht?

    • Sebastian

      Vielen Dank. Tatsächlich gab es viele Passagen, die ich nur gehend bewältigen konnte. Allerdings liegt das an meiner Konstitution und nicht an der Strecke. Denn schaut man sich die Zeiten der Besten an, sieht man, dass sie fast komplett durchgelaufen sein müssen – und das im 6er Schnitt. Der Spaß kam tatsächlich im Laufe des Rennens. Aber natürlich ist bei solchen Bedingungen nicht der Weg das Ziel, sondern das Ziel das Ziel. 😉 Dennoch hat es mich ein wenig an früher beim Fußball erinnert: Niemand wollte bei strömenden Regen auf den Platz. Aber nachdem man dann das erste Mal auf dem Boden lag und dachte „jetzt ist’s auch egal“, waren es oft die besten Spiele überhaupt.

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